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Ratgeber9 Min. Lesezeit31. August 2026

Wohnungsauflösung Checkliste: alle Schritte zum Abhaken

Eine Wohnungsauflösung scheitert selten an der Arbeit, sondern an der Reihenfolge. Diese Checkliste führt in vier Phasen durch alles, was zu tun ist: von der Kündigung bis zur besenreinen Übergabe.

Sortierte Kartons nach einer Entrümpelung

Wir haben seit 2015 hunderte Wohnungen im Großraum Stuttgart aufgelöst, und der häufigste Fehler ist immer derselbe: Es wird geräumt, bevor organisiert ist. Dann landen Unterlagen im Container, die noch gebraucht werden, die Kündigung geht zu spät raus und kostet eine Extra-Monatsmiete, und am Ende fehlt ein Termin für die Übergabe. Diese Checkliste bringt die Schritte in die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt hat. Sie funktioniert für den Umzug, den Pflegefall und den Erbfall gleichermaßen, auf die Besonderheiten verweisen wir an den passenden Stellen.

Phase 1: Sobald feststeht, dass die Wohnung aufgelöst wird

  • Mietvertrag prüfen und kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt für Mieter in der Regel drei Monate zum Monatsende. Kündigen Sie schriftlich und lassen Sie sich den Zugang bestätigen. Jede Woche früher spart bares Geld. Im Todesfall haben Erben ein Sonderkündigungsrecht, Details dazu im Beitrag Haushaltsauflösung nach einem Todesfall.
  • Zuständigkeit klären. Wer entscheidet, wer unterschreibt, wer zahlt? Bei Vollmacht oder Betreuung: Papiere bereitlegen. Bei mehreren Erben: Einvernehmen herstellen, bevor etwas die Wohnung verlässt.
  • Dokumente sichern. Ordner mit Verträgen, Policen, Rentenbescheiden, Vollmachten, Steuerunterlagen in eine Kiste, raus aus der Wohnung. Nichts entsorgen, was nicht durchgesehen wurde.
  • Wertsachen und Erinnerungsstücke separieren. Schmuck, Bargeld, Sparbücher, Fotoalben, Lieblingsstücke. Diese Kiste bleibt bei der Familie.
  • Fotos machen. Einmal durch alle Räume, auch Keller, Dachboden, Garage. Das hilft bei Angeboten, bei Erbfragen und für das eigene Gedächtnis.

Phase 2: Etwa vier Wochen vor der Räumung

  • Angebote einholen. Seriöse Unternehmen besichtigen kostenlos und nennen danach einen schriftlichen Festpreis. Telefonische Festpreise ohne Besichtigung sind ein Warnsignal. Als grobe Einordnung: Bei einem normalen Haushalt ohne Sondermüll liegt der Richtwert bei rund 60 bis 90 Euro pro Kubikmeter, die komplette Preislogik steht im Kosten-Ratgeber.
  • Verkaufen, verschenken, spenden. Was die Familie behält oder selbst verkauft, muss nicht kostenpflichtig geräumt werden. Alternativ übernimmt das der Profi über die Wertanrechnung: Verkaufbares senkt den Festpreis.
  • Verträge der Wohnung kündigen. Strom, Gas, Internet und Telefon, Rundfunkbeitrag, Zeitungsabos, Hausratversicherung. Kündigungstermine auf das Übergabedatum legen, Zählerstände am Ende notieren.
  • Nachsendeauftrag stellen. Bei der Post, am besten für sechs bis zwölf Monate, auf die Adresse der Person, die sich weiter kümmert.
  • Sondermüll identifizieren. Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, alte Medikamente, Batterien und Elektrogeräte dürfen nicht in den Restmüll oder Sperrmüll. Ein Profi entsorgt sie fachgerecht mit, beim Selbermachen sind Wertstoffhof und Schadstoffmobil zuständig.
Der teuerste Denkfehler

"Wir räumen erst mal selbst ein bisschen vor." Gemeint ist gut, das Ergebnis oft teuer: Die leicht verkäuflichen Stücke sind dann weg, die Wertanrechnung fällt kleiner aus, und der Rest ist derselbe Berg Arbeit. Besser: Erst besichtigen lassen, dann gemeinsam entscheiden, was die Familie selbst nimmt.

Phase 3: Die Räumung selbst

  • Zugang organisieren. Schlüssel, Parkmöglichkeit vor dem Haus, gegebenenfalls Halteverbotszone, Aufzug reservieren, Nachbarn oder Hausverwaltung informieren.
  • Letzter Kontrollgang. Alle Schränke, Schubladen, Jackentaschen, Keller- und Dachbodenverschläge. Wir finden regelmäßig Bargeld und Schmuck an Orten, an denen niemand mehr gesucht hat.
  • Sortierung festlegen. Verkaufbares, Spendenfähiges, Entsorgung. Bei uns läuft das automatisch mit: Was Wert hat, wird angerechnet, gespendet wird, was Abnehmer findet, der Rest wird getrennt und ordnungsgemäß entsorgt.
  • Zählerstände ablesen. Strom, Gas, Wasser, mit Foto dokumentieren. Das braucht die Endabrechnung.

Phase 4: Übergabe und Abschluss

  • Besenrein übergeben. Besenrein heißt: leer, grob gereinigt, keine Gegenstände zurückgelassen. Renovierungspflichten stehen im Mietvertrag und sind ein eigenes Thema, klären Sie sie vor der Übergabe mit dem Vermieter.
  • Übergabeprotokoll machen. Zustand, Zählerstände, Schlüsselanzahl, Unterschriften. Ein Fotoprotokoll ergänzt das sinnvoll, gerade wenn die Familie nicht vor Ort ist.
  • Kaution im Blick behalten. Der Vermieter darf eine angemessene Prüffrist abwarten, dann sollte die Abrechnung kommen.
  • Adressänderungen abschließen. Banken, Versicherungen, Behörden, Vereine. Der Nachsendeauftrag fängt auf, was vergessen wurde.

Selbst machen oder machen lassen?

Eine Zweizimmerwohnung mit wenig Hausrat schafft eine Familie mit Transporter und zwei Wochenenden selbst. Bei einem vollen Haushalt, engen Treppenhäusern, Zeitdruck durch Kündigungsfristen oder wenn niemand vor Ort wohnt, rechnet sich der Profi schnell, auch weil Anfahrten zum Wertstoffhof, Containerkosten und die eigene Zeit meist unterschätzt werden. Wir übernehmen die komplette Wohnungsauflösung zum Festpreis in Stuttgart und im Großraum bis zum Bodensee, auf Wunsch komplett aus der Ferne koordiniert, mit Fotoprotokoll und Schlüsselübergabe. Eine erste Preisspanne zeigt der Richtpreis-Rechner in etwa 30 Sekunden.

Häufige Fragen zur Wohnungsauflösung

In welcher Reihenfolge gehe ich bei einer Wohnungsauflösung vor?

Erst organisieren, dann räumen: Mietvertrag kündigen, Zuständigkeit klären, Dokumente und Wertsachen sichern. Danach Angebote einholen, Verträge der Wohnung kündigen und Sondermüll identifizieren. Dann folgt die eigentliche Räumung, zum Schluss besenreine Übergabe mit Protokoll.

Wie lange dauert eine komplette Wohnungsauflösung?

Die Räumung selbst schafft ein eingespieltes Team je nach Größe und Füllstand meist in ein bis drei Tagen. Der Gesamtprozess von der Kündigung bis zur Übergabe wird von der Kündigungsfrist bestimmt, in der Regel drei Monate. Wer früh anfängt, arbeitet ohne Zeitdruck.

Welche Verträge muss ich bei einer Wohnungsauflösung kündigen?

Neben dem Mietvertrag: Strom, Gas, Internet und Telefon, Rundfunkbeitrag, Abos und Mitgliedschaften sowie die Hausratversicherung. Dazu ein Nachsendeauftrag bei der Post, damit nichts verloren geht. Zählerstände bei der Übergabe mit Foto dokumentieren.

Was bedeutet besenrein?

Die Wohnung ist vollständig leer geräumt und grob gereinigt: durchgefegt, keine Gegenstände, kein Müll. Streichen oder Renovieren gehört nicht dazu, solche Pflichten ergeben sich nur aus dem Mietvertrag und werden separat mit dem Vermieter geklärt.

Was darf nicht in den Sperrmüll?

Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Batterien, Medikamente und Elektrogeräte gehören nicht in den Sperrmüll, sondern zu Wertstoffhof, Schadstoffsammlung oder Elektro-Rücknahme. Ein seriöses Entrümpelungsunternehmen trennt und entsorgt das fachgerecht mit.

Was kostet eine Wohnungsauflösung?

Der Preis hängt von Volumen und Zustand ab, nicht von der Quadratmeterzahl. Als Richtwert gelten bei einem normalen Haushalt ohne Sondermüll rund 60 bis 90 Euro pro Kubikmeter. Verbindlich wird es nach einer kostenlosen Vor-Ort-Besichtigung mit schriftlichem Festpreis, Verkaufbares wird über die Wertanrechnung gegengerechnet.

Wenn Sie die Liste lieber abgeben möchten: Rufen Sie uns an unter 0151 249 814 82, schreiben Sie per WhatsApp oder an hallo@ruempelfix.info. Besichtigung kostenlos, Festpreis schriftlich, Rückruf innerhalb von 24 Stunden.