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Ablauf4 Min. Lesezeit30. Januar 2026

Die Vor-Ort-Besichtigung: Was wir in 20 Minuten prüfen

Zugang, Stockwerk, Aufzug, Schadstoffe, Werthaltiges. Eine Checkliste — und warum ein seriöser Festpreis erst nach der Begehung entsteht.

Klemmbrett und Stift auf Holztisch

Die Vor-Ort-Besichtigung ist der Moment, in dem aus einem groben Richtpreis ein schriftlicher Festpreis wird. Sie dauert rund 20 Minuten. Das reicht — wenn man weiß, wonach man sucht.

Unsere Checkliste

1. Zugang (3 Minuten)

  • Parkmöglichkeit für 3,5-Tonner in Sichtweite?
  • Halteverbot nötig? (40 € Gebühr, wir kümmern uns)
  • Hauseingang: Treppen, Rampe, Türbreite?
  • Aufzug: Tragkraft, Innenmaße, Werktags-Nutzbarkeit?

2. Volumen (5 Minuten)

  • Sichtung jedes Raumes, Schätzung in Kubikmetern
  • Dachboden und Keller ausdrücklich prüfen — häufigste Quelle von Preisüberraschungen
  • Einbauschränke: werden demontiert? (Mieter-Rückbau-Klausel prüfen)

3. Entsorgungsklassen (5 Minuten)

Was hier entdeckt wird, kostet später nicht nach

Elektroschrott (alle Geräte mit Netzkabel), Farben und Lösungsmittel im Keller, Altöl im Heizungsraum, Asbestverdacht bei Bodenbelägen vor 1993, Dämmplatten, Nachtspeicheröfen (fast immer asbesthaltig), alte Medikamente, Autoreifen.

4. Werthaltiges (5 Minuten)

Durchgang mit dem Blick auf Antiquitäten, Edelmetall, Uhren, Gemälde, Porzellanservice, hochwertige Werkzeuge. Mehr dazu in unserem Artikel Was ist aus einem Haushalt verkaufbar.

5. Sonderfälle (2 Minuten)

  • Wasserschäden, Schimmel — beeinflussen Entsorgungsart
  • Tierischer Befall (Silberfische, Motten) — Textilien müssen separat
  • Tresore, schwere Klaviere — brauchen Spezialtransport
  • Dachgärten, Balkone mit Sondermüll (Erde, Blumentöpfe)

Was Sie vorbereiten können

Damit die Besichtigung in 20 Minuten zu einem belastbaren Preis führt, helfen drei Dinge:

  • Alle Räume zugänglich — auch Keller, Speicher, Abstellräume, Gartenhaus. Was wir nicht sehen, können wir nicht kalkulieren.
  • Grundriss oder Mietvertrag bereithalten — falls wir Quadratmeter oder Einbauten klären müssen.
  • Wissen, was bleiben soll — eine Liste der Gegenstände, die nicht mit entsorgt werden (Fotos, bestimmte Möbel, Dokumente) spart später Rückfragen.

Was Sie nicht vorbereiten müssen

Nichts aufräumen. Nichts vorsortieren. Nichts kaschieren. Der Zustand, den wir sehen, ist der Zustand, auf den wir kalkulieren. Je ehrlicher, desto präziser der Preis.

Eine geputzte Wohnung vor der Besichtigung ist für uns kein Plus — sie macht die Schätzung nur unpräziser.

Das Angebot

Nach der Besichtigung bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot per E-Mail — mit:

  • Festpreis, aufgeschlüsselt nach Arbeit / Entsorgung / ggf. Sondermüll
  • Wertanrechnung als separate Position
  • Nebenkosten (Halteverbot, Stockwerkzuschlag wenn nötig) transparent ausgewiesen
  • Terminvorschlag, in der Regel 5–14 Tage später
  • Zahlungsbedingungen (Rechnung nach Abnahme, kein Vorschuss)

Das Angebot ist 14 Tage gültig und verbindlich. Wenn sich der Zustand der Wohnung zwischen Besichtigung und Räumtag nicht wesentlich verändert, gibt es keine Nachforderungen. Das ist keine Werbung — das ist der Standard, an den wir uns halten.

Kostenlos und unverbindlich: Termin für die Besichtigung vereinbaren.