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Ratgeber5 Min. Lesezeit14. Februar 2026

Was aus einem Haushalt heute noch verkaufbar ist

Nicht alles ist Schrott. Aber auch nicht alles ist Gold. Wir zeigen, welche Gegenstände sich für eine Wertprüfung anbieten und worauf es dabei ankommt.

Antiker Sekretär in einem Wohnzimmer

„Das Sofa ist noch gut, das muss doch Geld bringen." Einer der Sätze, die wir am häufigsten hören. Die ehrliche Antwort: Das lässt sich erst nach einer Prüfung sagen. Bei gebrauchten Möbeln zählen Zustand, Marke, Maße und die Nachfrage vor Ort.

Das heißt aber nicht, dass aus einem Haushalt heute nichts mehr verkaufbar ist. Bei den folgenden sieben Kategorien lohnt sich eine genauere Prüfung.

Sieben Kategorien für eine genauere Wertprüfung

1. Echte Antiquitäten (vor 1940)

Biedermeier, Jugendstil, Art Déco: Herkunft, Originalität, Zustand und Nachfrage entscheiden über die Verkäuflichkeit. Auch bei beschädigten Stücken kann eine Prüfung sinnvoll sein, wenn die Substanz stimmt.

2. Edelmetall-Schmuck

Bei gepunztem Gold und Silber sollten Material, Gewicht und Echtheit geprüft werden. Ein möglicher Sammlerwert hängt zusätzlich vom einzelnen Stück ab.

3. Markenporzellan komplett

Bei Meissen, Rosenthal oder Hutschenreuther sind Marke, Serie, Zustand und Vollständigkeit wichtig. Ein komplettes Service lässt sich anders einschätzen als einzelne Teller.

4. Kunstdrucke, Grafiken, signierte Werke

Bei Originalgemälden und Druckgrafiken helfen Signatur, Herkunftsnachweis, Zustand und die Nachfrage nach dem Künstler bei der Einschätzung. Ein Kunstdruck ist nicht automatisch ein Original.

5. Foto- und Musiktechnik, mechanisch

Mechanische Kameras, Grammophone, alte Radios und Röhrenverstärker können für Sammler interessant sein. Entscheidend sind Modell, Funktion, Zustand und vorhandenes Zubehör.

6. Handwerkliches Werkzeug

Bei alten Schreiner-, Schmiede- oder Uhrmacher-Werkzeugen lohnt sich ein Blick auf Hersteller, Zustand und ein zusammengehöriges Konvolut. Dokumente zur Herkunft können bei der Einordnung helfen.

7. Teppiche (handgeknüpft)

Bei Persern, Buchara-Teppichen und Kilims zählen Knüpfart, Material, Herkunft und Zustand. Ohne Prüfung lässt sich aus der Bezeichnung allein kein Verkaufswert ableiten.

Was überraschend oft was wert ist

Kleine Überraschungen

Auch alte Blechspielzeuge, Füllfederhalter, Armbanduhren, Schellack-Platten und alte Werkzeugkisten aus Holz können eine Prüfung wert sein. Marke, Modell, Vollständigkeit und Zustand machen den Unterschied.

Was praktisch nie etwas wert ist

  • Polstermöbel nach 1970: außer Designerstücke mit Label (Vitra, Knoll, Le Corbusier)
  • Sperrholz- und Pressspanmöbel: unabhängig vom Alter
  • Küchengeräte älter als 10 Jahre: Energieeffizienz und Reparaturmarkt tot
  • Bücher allgemein: Ausnahme: Erstausgaben, signierte Bücher, Kunstbände
  • VHS, DVD, CDs: außer seltene Vinyl-LPs

Wie wir gegenrechnen

Wenn wir zur Besichtigung kommen, prüfen wir den Bestand in dieser Reihenfolge:

  • Grobdurchgang, 15 Minuten: schnelle Sichtung aller Räume
  • Detailprüfung der Verdachtsstücke: Punzen, Signaturen, Funktion
  • Angebot: entweder Pauschalabzug (bei mehreren kleinen Stücken) oder Einzelankauf zu Festpreisen (bei einzelnen wertvollen Objekten)

Wir prüfen, ob sich Gegenstände verwerten lassen und welche Wertanrechnung im konkreten Angebot möglich ist. Dafür betrachten wir Zustand, Verkäuflichkeit und den voraussichtlichen Erlös. Den Betrag nennen wir erst nach der Besichtigung.

Eine Wertanrechnung braucht eine Prüfung des konkreten Gegenstands. Ein pauschaler Betrag ohne Sichtung sagt wenig über seinen Wert aus.

Wenn Sie unsicher sind, welche Haushaltsgegenstände bei Ihnen Wert haben könnten: schicken Sie uns 4–5 Fotos vorab. Wir geben eine erste Einschätzung per WhatsApp. Kostet nichts und oft fällt einem die wertvollste Sache selbst gar nicht auf. Wie die Verrechnung im Angebot läuft, erklären wir auf der Leistungsseite Entrümpelung mit Wertanrechnung.